Referenz-Nr. RG-2026-217
Die alte und die neue Gasbeleuchtung – Allegorie Wiens (Triptychon)
1900
- Technik
- Öl auf Leinwand (Triptychon)
- Künstler/in
- Carl Edler von Stur (österreichischer Maler)
- Ort
- Wien, Österreich (Rathaus, Gaswerk)
- Mass
- ca. 200 × 130 cm (Sichtmass Triptychon, geschätzt)
- Rahmen
- Monumentaler geschwärzt-vergoldeter Prunkrahmen im Neobarock, geschnitzt, mit Wappenkartuschen
- Zustand
- gut / leichte Alterspatina
Über das Werk
Ein Schlüsselwerk der Wiener Kommunalpolitik um 1900: Das Triptychon feiert die Übernahme der Gasversorgung durch die Stadt unter Bürgermeister Karl Lueger und verpackt sie in eine spektakuläre Allegorie – Wien triumphiert über das kapitalistische England, dargestellt als am Boden liegende 'Hexe'. Die dichte Bildsprache mit Rathaus, Gaswerk und einem Panorama der Wiener Gesellschaft macht das Gemälde zu einem einzigartigen Zeitdokument. Ein Museumsstück mit außergewöhnlicher historischer Aufladung.
Sammler-Interesse
Sammler und Institutionen mit Interesse an Habsburger-Wien, Jahrhundertwende, politischer Ikonographie und der umstrittenen Lueger-Ära finden hier ein visuell reiches, unmittelbar erzählendes Dokument. Für amerikanische, japanische und europäische Museen ist die Kombination aus Propagandakunst, Stadtgeschichte und dekorativer Wucht ausgesprochen attraktiv.
Provenienz
Sammlungsobjekt des Wien-Museums. Das Gemälde entstand 1900 als offizielles Auftragswerk der Stadt Wien anlässlich der Überführung der zuvor britisch kontrollierten Gasversorgung in Gemeindebesitz unter Bürgermeister Karl Lueger. Das Museumsschild ('Ein Propagandabild im Auftrag der Stadt') dokumentiert Titel, Künstler und den politischen Kontext eindeutig – ein makellos belegtes Zeitdokument mit erstklassiger Provenienz.
Inschriften
Signatur: 'CARL EDLER von STUR' (unten mittig). Titel laut Museumsschild: 'Die alte und die neue Gasbeleuchtung, 1900'.
Belege