Referenz-Nr. RG-2026-206
Bildnis des Joseph Johann Graf Fries mit Canovas Theseus und Minotaurus
1787
- Technik
- Öl auf Leinwand
- Künstler/in
- Angelika Kauffmann (1741–1807)
- Ort
- Rom (entstanden während der Grand Tour); heute Wien-Museum
- Mass
- ca. 120 × 145 cm (Leinwand geschätzt)
- Rahmen
- Aufwändig geschnitzter und vergoldeter Rahmen mit Blattgirlanden im klassizistischen Stil
- Zustand
- sehr gut
Über das Werk
Ein Schlüsselwerk der bedeutendsten Malerin des europäischen Klassizismus: Angelika Kauffmann porträtierte hier den steinreichen Wiener Bankierssohn Joseph Johann Graf Fries während seiner Grand Tour in Rom. Das Gemälde ist ein Doppelmonument – es zeigt nicht nur den jungen Aristokraten, sondern auch seinen spektakulärsten Kunstkauf: Antonio Canovas 'Theseus und Minotaurus', ein Ikonenwerk des Klassizismus. Kauffmanns römische Porträts galten in Adelskreisen als absolute 'Must-haves'.
Sammler-Interesse
Angelika Kauffmann ist eine international gefeierte Ausnahmekünstlerin, deren Wiederentdeckung als weibliche Pionierin des 18. Jahrhunderts Sammler in den USA, Grossbritannien und Asien anzieht. Der prominente Bezug zu Antonio Canova, die glänzende Grand-Tour-Geschichte und die museale Qualität machen das Werk zu einem Trophäenstück für institutionelle Sammlungen und Top-Sammler weltweit.
Provenienz
Provenienz und Kontext aus dem Wien-Museum: Joseph Johann Graf Fries stammte aus einer der reichsten protestantischen Bankiersfamilien Wiens. Auf seiner Grand Tour nach Italien liess er sich in Rom von Angelika Kauffmann – der gefeiertsten Porträtistin ihrer Zeit – gemeinsam mit seinem wertvollsten Kunstkauf, Canovas 'Theseus und Minotaurus', verewigen. Ein Werk, das Reichtum, Bildung und Kunstliebe des europäischen Adels im späten 18. Jahrhundert eindrucksvoll bündelt.
Inschriften
Museumsschild: 'Aristokrat, Reisender, Kunstsammler / Joseph Johann Graf Fries, 1787 / Angelika Kauffmann / Öl auf Leinwand'
Belege